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Kostendämpfungspaket 2: SwissCAPA warnt vor Verschlechterung des Zugangs zu Krebsmedikamenten.

10.06.2026

Bern - Die Swiss Cancer Patient’s Alliance (SwissCAPA) lehnt die vorgeschlagenen Verordnungs­anpassungen im Rahmen des Kostendämpfungspakets 2 in ihrer aktuellen Form ab.

Der nationale Dachverband der Krebsbetroffenen warnt davor, dass die geplanten Massnahmen den Zugang zu innovativen Therapien weiter verzögern, die Versorgungssicherheit schwächen und Krebspatientinnen und -patienten zusätzlich belasten. Bereits heute warten Betroffene in der Schweiz im internationalen Vergleich oft länger auf den Zugang zu neuen Therapien oder müssen belastende administrative Verfahren zur Kostenübernahme durchlaufen. Aus Sicht von SwissCAPA drohen die vorgeschlagenen Anpassungen diese Situation weiter zu verschärfen.

Geopolitischen Entwicklungen

Besonders besorgt zeigt sich SwissCAPA darüber, dass die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in der Vorlage kaum berücksichtigt werden. Die zunehmende internationale Preisreferenzierung – insbesondere im Zusammenhang mit den Entwicklungen in den USA – verändert die globalen Rahmenbedingungen fundamental. Für einen kleinen Markt wie die Schweiz besteht die reale Gefahr, bei der Einführung innovativer Medikamente zunehmend ins Hintertreffen zu geraten.

«Wenn innovative Therapien in der Schweiz zu spät oder gar nicht verfügbar sind, hat das direkte Folgen für die Patientinnen und Patienten, insbesondere für Menschen mit Krebs, die oft nicht warten können, und das nicht nur für ihr Überleben, sondern auch für ihre Chancen auf längere Remissionen und ihre Lebensqualität»; erklärt Claudia Tamásy, Geschäftsführerin SwissCAPA.

SwissCAPA kritisiert insbesondere:

  • die zunehmende Komplexität und Bürokratisierung der Verfahren
  • den grossen Ermessensspielraum des BAG ohne ausreichend klare und überprüfbare Kriterien
  • zusätzliche Zugangshürden durch neue Regulierungen
  • sowie die Gefahr weiterer Verzögerungen beim Zugang zu innovativen Therapien

Der Verband fordert deshalb eine grundlegende Überarbeitung der Vorlage. Die Umsetzung des gesetz­geberischen Auftrags müsse sich konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren: schneller Zugang zu wirksamen Therapien, nachvollziehbare Verfahren, minimale administrative Belastung und eine stabile Versorgung.

Gleichzeitig fordert SwissCAPA einen strukturierten Dialog zwischen allen Stakeholdern sowie Patientinnen und Patienten. Die bestehenden Herausforderungen lassen sich am besten im gemeinsamen Austausch angehen. «Wichtig ist, dass alle Beteiligten ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten. Unser zentrales Anliegen ist, dass Menschen mit schweren Erkrankungen rechtzeitig und verlässlich Zugang zu wirksamen Therapien erhalten», so Rosmarie Pfau, Vorstandsmitglied von SwissCAPA.

SwissCAPA erklärt sich bereit, diesen Dialog aktiv mitzugestalten und die Perspektive der Betroffenen einzubringen.

Medienkontakt:
Claudia Tamásy, Geschäftsführerin SwissCAPA
E-Mail: tmsyswsscprg

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